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Wiedergeboren in Pflanzen

Die Bestattung als Ascherest hat in heutiger Zeit neue Beisetzungsformen hervorgerufen. Insbesondere sogenannte naturnahe Bestattungen in Friedwäldern und oder Streuwiesen werden zunehmend gewählt. Beide Formen erfordern aber lange Anfahrtswege, auch wünschen viele Trauernde eine individuelle Grabstätte. Die Innovation ist eine naturnahe Bestattungsform, die den zeitgemäßen Bestrebungen entgegenkommt und auf jedem Friedhof auf einem individuellen Grab realisiert werden kann:

Asche von Verstorbenen wird in einer Urne auf terrassenförmigen Wuchs-Flächen verstreut und dem Stoffwechselprozess von Pionierpflanzen (Moose+Flechten) ausgesetzt.

Während der 'Ruhezeit' von ca. 25 Jahren kann die Asche vollständig in den Pflanzen-Kreislauf übergehen.

Verschlossen wird die Urne mit einem lichtdurchlässigen Deckel.

Tonwände gewährleisten Zufuhr von Sauerstoff und Feuchtigkeit.

Das Gefäß wird nur soweit ins Erdreich eingelassen, dass Lichteintritt durch den transparenten Deckel möglich ist.

  Bei der Assimilation von Mineralien in Pflanzen läuft eine Vielzahl chemischer Reaktionen ab:

Aufgenommene Nährstoffe werden dabei in zelleigene Komponenten umgewandelt.

  So entstehen verschiedene Zuckerarten, Aminosäuren, organische Säuren, Nukleotide, Lipide etc. - Bausteine biologischer Materie.

  Die bioaktive Urne bietet Kulturbedingungen für das Wachstum von Moosen und Flechten.

(Theo Lustig)

Copyright 2011 Theo Lustig, Berlin

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